Zeolith Klinoptilolith

Was ist Zeolith?

Der Zeolith ist ein Mineral, das sich bei der Verarbeitung von Vulkangestein gewinnen lässt. Der Begriff Zeolith stammt aus dem Griechischen und bedeutet Siedegestein.
Wie entsteht Zeolith genau?
Zeolith entsteht bei Vulkanausbrüchen. Während des Ausbruchs steigt stark erhitzte Asche auf. Wenn Gewässer in der Nähe sind, sinkt die Vulkanasche auf den Grund dieser Gewässer nieder. Durch spezielle chemische Prozesse entsteht dabei Tuffgestein. Tuffgestein besteht aus Mineralstoffen, Spurenelementen und Aluminiumsilikat.
Wie ist Zeolith aufgebaut?
Zeolith verfügt über eine Wabenstruktur. Experten sprechen hier auch von einer kristallinen Gitterstruktur. In die einzelnen Waben sind Mineralien wie Magnesium und Kalzium eingelagert. Zeolith fungiert hier als eine Art Sieb. Es lässt Ionen und negativ geladene Moleküle passieren. Diese binden sich auch an die gitterartigen Strukturen des Zeoliths. Wenn sich die Substanzen an das Zeolithgitter binden, werden Erdalkali-Kationen abgegeben.
Wie wird Zeolith gewonnen?
Bei der Gewinnung von Zeolith wird bevorzugt auf Klinoptilolith zurückgegriffen. Es handelt sich dabei um einen sogenannten Rohzeolith. Für den Abbau sind moderne Technologien nötig. Direkt nach dem Abbau wird der gewonnene Zeolith in speziellen Anlagen getrocknet. Durch die hohen Temperaturen in den Trocknungsanlagen wird Wasser aus den Waben des Zeoliths freigesetzt. Den dabei entstehenden Freiräumen werden je nach Verwendungszweck verschiedene chemische Stoffe zugeführt. Diese dienen später der Bindung von Toxinen, Schwermetallen oder radioaktiven Stoffen. Nach der Trocknung werden die Stücke gemahlen und zerkleinert. Durch dieses Vorgehen wird gewährleistet, dass ein Material entsteht, welches zum Beispiel die Aufgaben des Ionenaustausches korrekt erfüllen kann.
Wofür kann Zeolith genutzt werden?
Zeolith ist ein Stoff, der sich aufgrund seiner bindenden Eigenschaften vielfältig nutzen lässt. So kommt Zeolith beispielsweise bei der Herstellung von Katzenstreu zum Einsatz. Die kleinen molekularen Zeolithschwämme binden den Geruch des Katzenurins. In der Industrie wird Zeolith zum Beispiel beim Erdöl-Fracking genutzt. Zeolith wird auch bei der Produktion von Baumaterialien verwendet. Diese ähneln in ihren Eigenschaften dem Sand, wiegen jedoch deutlich weniger. Zeolith wird ferner zur Herstellung von Leichtbeton und Niedrigtemperatur-Asphalt gebraucht. Doch auch im Haushalt gibt es zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten. Produkte, die auf Zeolith basieren, lassen sich zur Fleckentfernung oder zur Reduzierung von Feuchtigkeit nutzen. Allgemein werden Zeolith-Produkte auch zur Geruchsneutralisierung genutzt.
Eine wichtige Rolle spielt Zeolith zudem in der Landwirtschaft. Die Substanz wird zur Verbesserung der chemischen Beschaffenheit von Böden oder als Dünger benutzt. Beim Düngen sorgt ein Zeolith-Zusatz dafür, dass nur Nährstoffe aus dem Düngemittel und dem Boden freigesetzt werden, die die Pflanze auch wirklich verwerten kann. Dies beugt dem Auslaugen der Pflanze vor.

Eine Antwort

Ein Pingback

  1. Zeolith Klinoptinolith – Ein Naturmineral |

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.