Volksleiden Nr.1 – Sodbrennen

Sodbrennen

Sicherlich kennt beinahe jeder dieses Gefühl, das sich nach einem ausgiebigen, herzhaften Essen oder einem zu häufigen Griff in die Süßigkeitenschublade breit macht: Ein unangenehmer Druck in der Magengegend lässt schon das herannahende Unheil erahnen und spätestens, wenn man auch ein Brennen hinter dem Brustbein verspürt, weiß man – jetzt hat mich das Sodbrennen erwischt.Nicht bei allen Menschen äußern sich die Beschwerden, die oft mit einem Zuviel an Magensäure einhergehen, auf gleiche Art und Weise. Ist es bei dem einen nur dieses brennende Gefühl in Bereich des Brustbeins, so stößt es einem anderen bis in die Speiseröhre bitter auf. Dieses Sodbrennen wird durch den sogenannten Reflux (lateinisch für „Rückfluss“) ausgelöst. Deshalb ist es ratsam, sich besonders nach einem schwer verdaulichen Essen nicht für ein Mittagsschläfchen hinzulegen, sondern besser einen leichten Verdauungsspaziergang zu machen. Das hilft dem Magen bei der Arbeit und verhindert oftmals das unangenehm saure Aufstoßen.

Die Gründe für Sodbrennen sind vielfältig und nicht nur ein Zuviel an Essen kann zu diesen unangenehmen Beschwerden führen. Bei manchen Menschen sorgt ein leerer Magen für ein Brennen bis in die Speiseröhre, andere hingegen reagieren in stressigen Zeiten mit einem empfindlichen Magen. Auch Kummer und Sorgen können den Rückfluss fördern, ebenso wie der stetig wachsende Bauch einer schwangeren Frau. Je mehr das Kind in ihr heranwächst, umso mehr Druck übt es auf den Magen aus. Dies spürt die Frau meist verstärkt im letzten Drittel der Schwangerschaft, manchmal aber auch bereits viel früher. Ein weiterer Faktor hierbei ist auch der veränderte Hormonspiegel, welcher dafür sorgt, dass das Körpergewebe insgesamt dehnbarer und geschmeidiger wird. Diese Elastizität lässt auch den Schließmuskel an der Speiseröhre weicher und lockerer werden.

Auch ist es von Mensch zu Mensch unterschiedlich, wie er das Sodbrennen wahrnimmt und in welcher Intensität es auftritt. Einige stellen lediglich fest, dass sie öfter heiser sind oder sich häufig räuspern müssen. Auch Hustenreiz kann durch Sodbrennen ausgelöst werden, dieser tritt meist vermehrt in den Morgenstunden auf. Jedoch gibt es auch Betroffene, denen ein zu enger Gürtel oder allein das Bücken nach dem Essen den schmerzhaften Reflux beschert.

Sodbrennen: Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Leidet man nur hin und wieder unter Sodbrennen und bemerkt keine zusätzlichen Beschwerden, braucht man sich in den meisten Fällen nicht zu sorgen, denn oftmals verschwindet das brennende Gefühl wieder ganz von allein. Man kann aber auch selbst einiges tun, um Sodbrennen gar nicht erst entstehen oder schnell wieder verschwinden zu lassen. Neigt man zum Reflux, sollte man unbedingt darauf achten, beim Essen auf fettreiche und süße Speisen und Getränke zu verzichten oder diese nur in Maßen zu sich zu nehmen, da sie den Magen reizen und dieser dann mit vermehrter Magensäure reagieren kann. Er wird regelrecht sauer. Hilfreich ist deshalb auch, möglichst nicht zu enge Kleidung zu tragen, damit der Magen nicht noch zusätzlich durch Druck von außen belastet wird. Auch Stress und Hektik sind Gründe, die Sodbrennen begünstigen und die man, wenn möglich, reduzieren sollte.

Für den akuten Moment verschaffen frei verkäufliche Medikamente, sogenannte Antazida, kurzfristig Hilfe. Diese binden die überschüssige Säure, sind aber dennoch nicht zum dauerhaften Gebrauch geeignet. Gleiches gilt auch für Protonenpumpenhemmer, die vom Arzt bei stärker ausgeprägtem Sodbrennen auf Rezept verordnet werden können. Grundsätzlich gilt jedoch, dass man alle Medikamente, egal ob frei verkäuflich oder per Rezept verordnet, nur nach Rücksprache mit dem Arzt einnehmen sollte.

Wird ein Reflux nicht entsprechend und angemessen behandelt, können die Beschwerden mit der Zeit an Intensität zunehmen oder sogar schlimmere Folgen mit sich bringen. Deshalb ist es wichtig, bei anhaltenden Beschwerden oder unklarem Hustenreiz einen Arzt aufzusuchen und die Ursache des Sodbrennens abklären zu lassen.

Das Hauptsymptom der gastroösophagealen Refluxkrankheit, wie man eine Rückflusskrankheit in der medizinischen Fachsprache nennt, ist das Sodbrennen. Es kann dabei zum sauren Aufstoßen mit oder ohne Magensaft kommen. Bemerkt man, dass die Beschwerden regelmäßig, mindestens einmal wöchentlich, auftreten, liegt meist eine Refluxerkrankung vor, wobei es oft schwierig sein kann, Leitsymptom und Krankheit zu unterscheiden.

Übersicht der häufigsten Ursachen für Sodbrennen

Auch der Lebensstil kann Sodbrennen begünstigen:

Zu fette, süße, saure Nahrungsmittel, ebenso Alkohol und koffein- und kohlesäurehaltige Getränke. Auch Nikotin kann Sodbrennen fördern. Seelische Belastungen, auch Stress, Hektik und allgemeine Nervosität können ebenfalls Gründe für einen Reflux sein. Zu enge Bekleidung und auch Übergewicht sind weitere Faktoren.

Pathologische Ursachen und mögliche Folgeerkrankungen

Speiseröhrenentzündung (Ösophagitis)
Refluxkrankheit (Gastroösophagealer Reflux)
Zwerchfellbruch (Hiatushernie)
Verkrampfung des Speiseröhrenschließmuskels (Achalasie)
Speiseröhrendivertikel
Barrett-Ösophagus
Speiseröhrenkrebs
Reizmagen
Magenschleimhautentzündung
Magengeschwür
Magenkrebs
Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Sodbrennen nehmen wir meist als diffusen Schmerz in der Magengegend wahr, der in manchen Momenten bis hinauf zum Brustbein oder Rachen reichen kann. Manchmal spürt man dabei das unangenehme Gefühl, sauer aufstoßen zu müssen. Dies passiert, wenn der Schließmuskel der Speiseröhre, der sogenannte Ösophagus-Sphinkter, in seiner Funktion geschwächt oder gestört ist und nicht mehr verhindern kann, dass Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließt.

Normalerweise kann die Speiseröhre durch verstärkte Muskelaktivität dafür sorgen, dass aufsteigender Nahrungsbrei wieder nach unten gedrückt wird. Dies kann man in Form von krampfartigen Schmerzen im Brustbeinbereich wahrnehmen. Wird der Druck von unten jedoch zu stark und ist die Muskulatur der Speiseröhre zudem geschwächt (sogenannte Motilitätsstörung), kann es durch die aggressive Magensäure zudem zu einer unangenehmen Schleimhautreizung kommen, welche wir als störendes und schmerzhaftes Brennen wahrnehmen.

Sodbrennen betrifft häufig die Menschen, die gerne ausgiebig und fettreich essen, da die Fettverdauung längere Zeit in Anspruch nimmt und der Magen sich somit nur langsamer entleeren kann. Ebenfalls kann ein Hormon, welches Einfluss auf die Magenbewegungen hat, hierbei eine Rolle spielen. Verbleibt die Nahrung zu lange im Magen, wird hierdurch ein Reflux und damit Sodbrennen begünstigt. Zu viel Süßes – vor allem Schokolade – aber auch Alkohol und Kaffee, regen zum einen den Magen zu vermehrter Säurebildung an und begünstigen andererseits ein Erschlaffen des Speiseröhrenschließmuskels.

Isst man zu viel, belastet man den Magen. Dieser reagiert mit Völlegefühl und ebenso wie das schnelle Herunterschlingen der Mahlzeiten wird hierdurch eine optimale Weiterleitung im oberen Verdauungstrakt verhindert. Kommt dann noch zu enge Kleidung hinzu, die den Mageninhalt zusätzlichem Druck von außen aussetzt, kann der Speiseröhrenschließmuskel diesem oftmals nicht mehr Standhalten und beschert uns den unangenehmen Rückfluss und die brennenden Schmerzen.

Auch seelischer Stress und Anspannung führen dazu, dass unser Magen verstärkt Magensäure bildet. Hieran beteiligt ist unser vegetatives Nervensystem. Auch bestimmte Substanzen haben einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Muskelspannkraft des Speiseröhrenmuskels. Nikotin zum Beispiel bewirkt, dass dieser zunehmend an Spannkraft einbüßt. Hier kann Rauchern nur ein ganz klarer Hinweis gegeben werden: Aufhören mit dem Rauchen!

Häufig sind auch übergewichtige Menschen von Sodbrennen betroffen. Wie bereits erwähnt leidet der Magen unter zuviel Essen und reagiert mit Druck nach oben und später auch mit Reflux. Kommt dann noch mangelnde Bewegung hinzu, wird nicht nur der ganze Körper, sondern auch die gesamte Muskulatur träge, was sich auch auf die Muskulatur der Speiseröhre auswirken kann. Durch ausgewogene Ernährung und Gewichtsabnahme kann hier erfolgreich etwas gegen Sodbrennen getan werden.

Grundsätzlich sollte man solche Speisen und Getränke meiden, die dem Magen ein saueres Aufstoßen bescheren. Dies sind beispielsweise stark frittierte oder fetthaltige Nahrungsmittel, geräucherte Wurst oder Fleisch, Süßwaren, hier vor allem Schokolade. Getränke mit Kohlensäure oder Säfte mit viel Fruchtsäure wirken sich auch ungünstig auf Sodbrennen aus. Ebenso sollte man den Genuss von Kaffee, Kakao und Alkohol reduzieren. Wer besonders sensibel reagiert, bemerkt vielleicht auch beim Genuss von zu scharfen Gewürzen, wie der Magen mit Sodbrennen darauf antwortet. Diese Gewürze sollten dann gemieden oder nur in Maßen Einsatz in der Küche finden.

Hilfreich bei akutem Sodbrennen kann sein, ein wenig trockenes Brot zu essen oder verdünnte, warme Milch zu trinken. Auch das Kauen einer Handvoll Haselnüsse hat sich als lindernd erwiesen. Um zukünftig Sodbrennen zu vermeiden, sollte immer ausreichend Zeit zum Essen vorhanden sein und dieses gründlich gekaut werden. Oft entlastet es den Magen auch, anstatt zwei oder drei große Mahlzeiten, vier oder fünf kleinere zu sich zu nehmen. Ein Spaziergang nach dem Essen hilft zusätzlich, die Verdauung anzuregen.

Wer vor allem nachts von quälendem Brennen im Hals betroffen ist, sollte kurz vor dem Zubettgehen keine Nahrung mehr zu sich nehmen und das Kopfteil des Bettes ein wenig erhöhen oder den Oberkörper mit mehreren Kissen etwas höher lagern. Das erschwert zusätzlich einen möglichen Rückfluss der Magensäure.

Entspannungstechniken, wie beispielsweise Autogenes Training oder auch eine psychotherapeutische Unterstützung, können dem seelischen Gleichgewicht etwas Gutes tun und Ihnen helfen, mit Belastungen gelassener umzugehen, was zudem nicht nur dem Magen zugute kommt.

Auch Schwangere profitieren von diesen Hinweisen, jedoch sollten sie vor der Einnahme von Antazida (säurebindende Mittel) zuerst Rücksprache mit ihrem behandelnden Arzt halten.

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