Indischer Weihrauch – bekannt und geschätzt

Indischer Weihrauch

Die meisten Menschen denken bei dem Wort Weihrauch an Kirche und heilige Sakramente. Tatsächlich ist der Weihrauch eng mit dem christlichen Glauben verknüpft. Jedes Kind kennt die Geschichte der Heiligen Drei Könige, die dem neugeborenen Jesuskind neben Myrrhe und Gold Weihrauch als kostbare Geschenke überreichten. Wegen des angenehmen Dufts und der Heilwirkung hat sich Weihrauch weltweit einen Namen gemacht.
Neben dem indischen Weihrauch, der auch »Boswellia serrata«, »Olibanum indicum« oder »Salai-Guggal« genannt wird, sind zahlreiche andere Sorten auf dem Markt erhältlich. Bedeutsam sind die Sorten aus dem Oman und aus Somalia.

Als Weihrauch wird sowohl das Harz des Weihrauchbaumes als auch der beim Verbrennen entstehende Rauch bezeichnet. Der Name stammt von dem altdeutschen Wort »wihrouch«, das von »wihen«, dem alten Wort für »weihen«, abgeleitet ist. Doch auch in der Antike war das Harz sehr bedeutsam. Als aromatisches, desinfizierendes und entzündungshemmendes Räuchermittel war er schon den Ägyptern bekannt. Sie bezeichneten die kleinen Harzperlen als den »Schweiß der Götter«.

Neben seiner religiösen Bedeutung und seiner Heilwirkung wurde der Weihrauch auch gelegentlich für ganz profane Belange eingesetzt. So wurde er vor dem Einzug reicher Bürger, Priester oder Herrscher verbrannt, um den Kloakengestank, der in den Städten oft herrschte, zu vertreiben.

Um das Harz zu gewinnen, wird die Rinde der mittlerweile gefährdeten Weihrauchbäume eingeschnitten, sodass Pflanzensaft austritt. In mehreren Ernten wird dieser Saft, der an der Luft trocknet, geerntet. Der indische Weihrauch wächst in vielen Ländern, nicht nur in Indien. Er findet sich auch in Togo, Sudan, Somalia, Ghana und anderen Ländern mit ähnlichem Klima. Der Baum bevorzugt bergige Wüstengebiete und ist schwer zu züchten.

Die erste Ernte, nach drei Wochen, ist von sehr schlechter Qualität, die Dritte, nach neun Wochen, ist die Beste. Früher gelangte die erste Ernte nicht in den Handel. Heute wird diese schlechte Qualität für vergleichsweise wenig Geld verkauft. Gute Qualität zeichnet sich durch helle, klare Stücke oder Körner aus, schlechte Qualität ist unrein und dunkel.

Das getrocknete Harz ist praktisch geruchslos. Erst beim Erhitzen verflüchtigen sich die Aromen, die besonders beim indischen Weihrauch unverwechselbar sind. Indischer Weihrauch enthält besonders viel Boswelliasäure, was ihn für Liebhaber dieses Aromas besonders wertvoll macht. Neben dieser Säure finden sich andere Harzsäuren und ätherische Öle in veränderlichen Anteilen in dem Harz.

Neben seiner Eigenschaft, beim Verräuchern angenehm zu riechen, wird der indische Weihrauch äußerlich und innerlich angewendet. Es gibt ihn als Kapsel, in Salben und auch als Nahrungsergänzungsmittel. Sogar als Badezusatz findet er Verwendung. Sehr hohe Qualitäten können direkt gekaut werden, diese sind weicher als regulärer Weihrauch und haben bei Körpertemperatur die Konsistenz von Kaugummi.

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