Indischer Weihrauch – Die Volksmedizin

Was ist der sogenannte Indische Weihrauch?

Spricht man vom Indischen Weihrauch, handelt es sich um den Boswellia serrata, dem Weihrauchbaum. Die Inhaltsstoffe des Weihrauchs werden vorwiegend für therapeutische Zwecke genutzt.

Der Indische Weihrauch zählt zu den 16 bekannten, auf der gesamten Welt vorkommenden Unterarten des Boswellia genus, dem Weihrauchbaum. Aus dem Strauch (Boswellia serrata) wird jenes Herz gewonnen, welches als Olibanum oder Weihrauch bekannt ist. Vor allem kommt es in der Phytotherapie, im Rahmen als Nahrungsergänzungsmittel sowie auch in der Volksmedizin zur Anwendung.

Das Vorkommen

Die unterschiedlichen Boswellia-Arten kommen in unterschiedlichen Regionen auf der Erde vor. So erstreckt sich die Verbreitung des Weihrauchs von Nigeria, Ghana, Togo über den Sudan, Somalia, Äthiopien bis nach Saudi-Arabien oder Indien. Beheimatet ist der Indische Weihrauch – wie sein Name bereits vermuten lässt – auf dem indischen Subkontinent. Eine Kultivierung des Baums ist nicht einfach. Dies deshalb, da jener nur in den Gebirgen bzw. Wüsten wächst und gedeiht. Der Baum verfügt über sehr anspruchsvolle Wachstumsbedingungen.

Die Inhaltsstoffe

Zu den Inhaltsstoffen zählen Harz (Olibanum), ätherische Öle wie Pinen, Limonen, Camphen, Candinen, Olibanol sowie Borneol, n-Cymen, Dipenten, Verbenol sowie Verbenon, Bitterstoffe, Gummi, Phellandren, Lupansäuren, Monosaccharide und auch Sterole sowie die Boswelliasäure. Zahlreiche der enthaltenen Stoffe eignen sich vor allem für therapeutische Zwecke.

Das Harz des Boswellia serrata wird durch tiefe Schnitte in die Rinde gewonnen. Die Schnitte müssen zwischen sechs und acht Zentimeter tief sein und führen in weiterer Folge dazu, dass das Harz langsam austreten kann. In weiterer Folge muss es für mehrere Wochen an der Luft trocknen, bis es geerntet werden kann. Schon in der Antike zählte das Olibanum zu den bekanntesten und wichtigsten Räucherharzen, die auf unserem Planeten vorzufinden waren.

Die Darreichungsformen

Der Indische Weihrauch kann äußerlich als auch innerlich angewendet werden. So gibt es zahlreiche unterschiedliche Darreichungsformen. Jedoch wird nur eine geringe Anzahl als klassisches pharmazeutisches Produkt angeboten. In den frühen Jahren wurden vorwiegend Trockenextrakte wie Weihrauch H15 aus Indien importiert, wobei jener Import und jene Verwendung heutzutage gar nicht mehr vorkommt. Neben den klassischen Nahrungsergänzungsmitteln, die vor allem Boswellia serrata enthalten, gibt es noch folgende Mittel, die zur Verfügung stehen:

Kapseln

Der Indische Weihrauch kann auch in Kapselform konsumiert werden. Hier spricht man von der oralen Verabreichung. Laut Studien helfen Weihrauchtabletten vor allem bei Gelenksbeschwerden, Morbus Crohn und Rheuma. Die Dosierung beträgt – pro Tag – drei Kapseln, die mindestens 400 Milligramm Trockenextrakt aufweisen. Eine höhere Dosierung ist möglich, wobei hier im Vorfeld Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden sollte. Weihrauch-Tabletten können auch vor oder nach dem Essen eingenommen werden.

Creme

Für die äußere Anwendung wird die Weihrauch-Creme empfohlen.

Olibanum

Spricht man vom Olibanum, handelt es sich dabei um das reine Boswellia-Harz. Nachdem es verräuchert wurde, können die Dämpfe inhaliert werden. Das Olibanum ist auch in vielen Rauchmischungen enthalten und bildet die Grundzutat, wobei jenes auch psychoaktiv wirkt. Die Mischungen müssen verräuchert werden; sie eignen sich nicht zum aktiven Rauchen! Mitunter finden derartige Mischungen auch in der Aromatherapie ihre Anwendung.

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